Es hat noch 5 freie Plätze. 😊
Kunststücke von KursteilnehmerInnen
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WGA ist relativ hitzestabil. Es kann in Zellkulturen an Darmzellen binden und Signalwege beeinflussen. Tiermodelle zeigen immunmodulierende Effekte.
Was fehlt: Wir haben keine belastbaren Langzeitstudien am Menschen, die zeigen, dass normal konsumierte Lektinmengen systemische Erkrankungen verursachen. Aber wir haben deutliche Hinweise, dass Fermentation, Keimung und lange Teigführung die Aktivität bestimmter Lektine und Amylase-Trypsin-Inhibitoren reduzieren. Und deswegen ist die Fermentationsbewegung auch (wieder) so auf dem Vormarsch! Und das mit Recht.
Das bedeutet letztlich: nicht das Korn allein ist entscheidend, sondern auch die Verarbeitung, Menge und individueller Zustand des Darms. Das ist jetzt weniger spektakulär als „Lektine zerstören den Darm“ oder zum Beispiel wie der Buchtitel „Dumm wie Brot“, aber es ist näher an der Realität.
2. Weizen – warum moderne Verarbeitung eine Rolle spielt
Ich habe im Artikel nur kurz erwähnt, dass Weizen mehr ist als Gluten. Hier die Vertiefung:
Moderne Weizensorten enthalten höhere Anteile bestimmter Amylase-Trypsin-Inhibitoren. Diese können über Toll-like-Rezeptoren das angeborene Immunsystem stimulieren. Das ist experimentell belegt.
Dazu kommen FODMAPs, die bei empfindlichen Menschen zu Gasbildung und Beschwerden führen. Zu diesen FODMAPs hatte ich auch hier ausführlicher geschrieben:
https://www.gesund-heilfasten.de/fodmap/
Ein traditioneller Sauerteig mit 24 bis 48 Stunden Fermentation reduziert also:
Ein Industriebrot mit Turbofermentation tut das nicht.
3. Die Glyphosat-Mauschelbande (dürfte ich nie in der Zeitung schreiben)
Im Zeitungsartikel habe ich das Glyphosat nur kurz angerissen.
Was dabei regelmäßig untergeht: Unser Mikrobiom besitzt diesen Stoffwechselweg sehr wohl. Tierstudien zeigen Veränderungen der Darmflora unter Glyphosatexposition. Zudem wirkt Glyphosat als Chelator und kann Spurenelemente wie Mangan oder Zink binden – Mineralien, die für zahlreiche enzymatische Prozesse notwendig sind.
Glyphosat ist chemisch ein Glycin-Analogon. Es ähnelt der Aminosäure Glycin strukturell. Es existieren Hypothesen (die ich für stichhaltig halte), dass Glyphosat dadurch in Stoffwechselprozesse eingreifen könnte. Teilweise wurde sogar diskutiert, ob ein Einbau in Proteine möglich sei. Für einen systematischen Einbau in menschliche Proteine gibt es bislang jedoch keinen überzeugenden experimentellen Nachweis. Hier muss man sauber bleiben.
Was ebenfalls selten diskutiert wird: Kommerzielle Spritzmittel bestehen nicht nur aus Glyphosat, sondern aus Formulierungen mit zusätzlichen Hilfsstoffen. Bewertet wird regulatorisch häufig nur primär der Einzelwirkstoff, was aber auf die Pflanzen kommt ist in der Regel eher ein „Cocktail“.
Die IARC stuft Glyphosat als wahrscheinlich krebserregend ein. Europäische Behörden kommen zu einer anderen Einschätzung. Beides ist dokumentiert. Was kaum diskutiert wird: Wir sprechen hier von chronischer Niedrigdosisexposition einer ganzen Bevölkerung und nicht von einem isolierten Laborversuch.
Wieder einmal ein Frühlingsrezept,- mein Favorit!
1 Bund weisse Spargeln, geschält.(1x ganze Länge und noch 1x nur das untere Drittel, Ende ca. 2 cm abschneiden)
Spargeln schräg in 1 1/2 cm Stücke schneiden
100 g Salzbutter
1-2 EL helles Miso (Coop finefood)
Alles zusammen in einen Wok geben, erhitzen und zugedeckt knackig garen auf Stufe 4.
1/2 Bund Estragonblättchen, ein wenig Chili, ev. noch Fleur de Sel- abschmecken.
Passt als Vorspeise mit gebratener Wildlachstranche oder Muotathaler Bachforelle (bei Muotapark, Ried/Muotathal erhältlich) als Topping oder als Beilage zu Fleischgericht oder zu frischer Pasta dann als Pastagericht:dann geb ich noch Parmigiano gehobelt darüber.
Enjoy!