Was für eine Freude: die ersten Schweizer Erdbeeren, zuckersüss und sehr aromatisch. Ich tippe auf die Sorte Wädenswiler. Unter Tunnel, drum haben sie die Kälte und den Schnee Ende April überstanden. Das wird wohl Zukunft sein,- der Verlust für die Erdbeerbauern ist sonst einfach zu gross, wenn der Betrieb nicht auf mehrere Produktezweige zurückgreifen kann. Badische Spargeln find ich köstlich, zarter gehts nicht mehr. Ich freu mich jedes Jahr darauf wie ein kleines Kind. Da wart ich gerne darauf. Eingeflogene gibts bei mir sowieso nicht. Im Juni bestelle ich bei Gebana nochmals von den Süddeutschen. Im Juni will anscheinend niemand mehr Spargeln essen. Dafür jedes Jahr noch früher Flugware aus Übersee – verkehrte Welt! Ich liebe die saisonalen Lebensmittel: regional, ausgereift gepflückt, voller Vitamine ( die werden hauptsächlich in der letzten Phase beim Ausreifen gebildet, am Strauch,- nicht beim künstlichen Nachreifen!) Wobei sich mein Blickwinkel auch mal über die nächsten Grenzen erweitert, solange ich keine Schweizer Spargel direkt ab Hof aber per Post bestellen kann, und weil ich es weder ökologisch noch ökonomisch verträglich finde wenn ich für 5 kg Spargeln mit dem Auto 30, 60 und mehr km zu Schweizer Spargel-Produzenten fahren müsste. Selber grad erlebt: es sei zu umständlich es einzupacken und auf die Post zu bringen, hallo? Dabei grosser Bericht in Schweizer Zeitschrift mit Adresse. Die lakonische Antwort: Wir verkaufen nur ab Hof. Da ist noch Nachholbedarf bei einigen Schweizer Betrieben. (Oder zu fest gehätschelt?) Daraus könnte sich doch eine wunderbare Zusammenarbeit ergeben,- meine Kunden kommen aus einem grossen Umkreis. Da lob ich mir die Familie Ingrid und Mathias Motzet aus Wynau, die wunderbare Brunnenkresse ambauen, die verschicken sogar 250 g, sie ist topfrisch, kein Rüstverlust! Brunnenkresse: m.motzet@sunrise.ch oder den fantastisch guten Sbrinz von der von Sälmi Tongi von der Alpkäserei Gerschnisalp, Engelberg.  Ich bestelle immer ein zwei Kilo per Post. Hält sich ausgezeichnet und ersetzt Parmesan. Ist 3 Jahre gelagert-köööstlich! Der Versand klappt vorzüglich (vielen Dank Sälmi!): alpkaeserei@bluewin.ch. Ist auch auf facebook: Alpkäserei Gerschnialp. Schöne Bilder! 

Die Morcheln gibts als Ragout, serviert neben dem Spargelsüppchen und ergibt die geschmachlich spannende Einlage. 150 g Morcheln putzen, grosse halbieren. Schalotte in Butter andämpfen, Morcheln beifügen und mitdämpfen und 2 Zweige Thymian abzupfen, zugeben. 1 kleiner junger Knoblauch hacken, mit dem Messer und mit etwas Salz breiig zerdrücken, zugeben. So ist Knobli viel leichter verdaulich! Anschmecken mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer. Noch einen kleinen Schuss Sherry darüber, lecker! Jetzt gibts ja den ersten jungen Knoblauch sooo schön präsentiert – ich konnt mich nicht zurückhalten:-))) Meine Kursteilnehmer wirds freuen. Enjoy yourself!